Welcome!

Phonophobia

Oktober 8th, 2011

Überall begegnen Sie einem. Sie sind mal schwarz, mal weiß, mal rot, manchmal sogar pink. Egal ob im Bus, im Zug, auf der Straße, oder in den Märkten oder Geschäften. Überall, wo sie gleich mehrfach auftauchen herrscht eine ungewohnte Stille. Als vor ein paar Jahren im Bus oder Zug noch rege Konversation gehalten wurde, hätte es keiner für Möglich gehalten.

Ich will nicht lügen. Auch ich nutze sie, diese soziallebenkiller. Man kann einfach abschalten, die Welt ausblenden. Doch manchmal nerven sie mich doch, diese weißen, schwarzen, roten und manchmal auch pinken Konversationsblockaden.

Aber genug gemeckert. Stöpsel rein, Musik an, Welt aus.

Nachtaktiv.

Oktober 6th, 2011

Und wieder tickt mir die Zeit davon. Wieder schneller als mir lieb ist. Jeder Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich schon lange hätte im Bett liegen müssen, und doch sitz ich hier und schreibe diese Zeilen. Jeden Abend nehme ich mir vor früh ins Bett zu gehen, doch ich schaff es nicht. Ich kann es nicht. Und eigentlich will ich es auch gar nicht.

Ich lebe für die Nacht, für die Ruhe die sie einem gibt. Ich lebe für die Lichter, die die Welt erleuchten, wenn die Sonne es nicht mehr vermag. Ich lebe für die Sterne, die am Himmelszelt gegen die Morgendämmerung ankämpfen. Ich lebe für die Luft, die eine laue Nacht über die Stadt verbreitet. Ich liebe die Nacht, egal ob ruhig und entspannt, oder laut und aufgewühlt. Egal ob gemütlich auf dem Balkon, oder in den Bars und Clubs mit Freunden.

Und auch wenn ich weis, dass jede wache Minute mir Morgen schwer in den Knochen sitzt, so werde ich dennoch einen Augenblick verharren, bevor ich in den Schlaf entschwinde.

Gute Nacht!

The Sphere

September 20th, 2011

Ich hasse die spätschicht. Nicht an sich, aber den Heimweg. Nach 20 Uhr fahren nur noch spärlich Busse durch die Stadt, also bin ich gezwungen zu laufen. Dabei laufe ich gern. Ich liebe es durch das kleine Waldstück zu wandern, das auf meinem Heimweg kurz vor der Siedlung liegt, in der ich wohne. Aber nicht nach 8 Stunden Arbeit, da will ich nur schnell auf meine Couch. Der Schotter raschelt leise unter meinen Schritten. In meinem Kopf hallen die Worte von Depeche Modes “Enjoy the Silence” wieder.

Vor mir liegt das letzte Stück bis zu hause. Ein kleiner Pfad um den dir Bäume einen Bogen zu machen scheinen. Ich spüre einen Windzug, dicht gefolgt von einer Kugel gleissenden Lichts, die alles hinter sich mitzureissen scheint. Der Zug macht es mir schwer auf den Beinen zu bleiben. Dann ein lautloser Knall. Die Kugel breitet sich zu einer hellen blauen Flammenwolke und scheint alles zu verbrennen. Der Rest läuft wie in Zeitlupe.

Es reisst mich von den Beinen. Im Fall seh ich plötzlich ein Gesicht. Engelsgleich trotz voller Schrecken. Sie ruft mir etwas zu, doch ich kann Sie nicht hören. Kurz bevor ich auf den Boden aufschlage wird vor meinen Augen alles schwarz…

Lied zum Schlafe

September 13th, 2011

Und wieder hör ich des Bettes Rufe,
wie es laut zur Bettruh schreit.
Doch auf meiner ew’gen Suche,
kann auch der Schlaf mich nicht befreien.
Drum liege ich im totenstillen
Gedankengut kämpft mit dem Willen
in den erlösenden Schlaf zu fallen…

Solch wirren Worte geistern durch meine vor Schlaflosigkeit verknoteten Synapsen. Nachts. Um 1. Gute Nacht!

Um was geht es Assange?

September 7th, 2011

Dies ist ein Gastbeitrag von BradHammer. Ich Teile zwar nicht immer seine Meinung, aber verdammt oft. Viel Spass beim lesen!

 

Wikileaks ist gescheitert, Assange ein eitler Pfau, der sich, getriebenen von seinem fulminanten Ego, mit Mitstreitern und Medienpartnern, überworfen hat und schlussendlich die Whistleblower, also die Quelle seines Aufstiegs, verraten hat. Soweit zu dem, wie es aktuell in Medien und Blogs dargestellt wird. Und gewiss trifft diese Darstellung in Teilen auch zu, greift aber zu kurz. Die recht unberührte Haltung von Assange, der sich zumindest öffentlich keiner Schuld bewusst ist, dürfte nicht nur auf sein offenbar nicht zu allzu umfangreicher Reflexion und Selbstkritik ausgerichtetes Ego zurückzuführen sein, sondern ihm schlicht nicht wirklich interessieren.

 

Während Pressepartner und einige Mitstreiter vor allem das Wohl der Informanten in den Fokus rücken (interessante Artikel dazu bei Wolfgang Michael), geht es Assange um tiefgreifende systematische Veränderungen. Er ist kein Evolutionär, er ist Revolutionär, dessen Sicht nicht mit der gesellschaftlichen Wir-Gut-Die-Böse-Mentalität übereinstimmt. Für ihn sind die westlichen Staaten mit zig Geheimdiensten, die mit Diktaturen kooperieren, solange sie einen Nutzen haben, ein Teil des Problems, dem er zu Leibe rücken will. Und er will das, wie sich in seinen älteren Texten nachlesen lässt, in dem die Opportunitätskosten für konspiratives Regieren auf eine solche Höhe steigen sollen, dass sie für die Akteure nicht mehr lohnenswert sind – um das Ganze mal sehr kurz darzustellen. Die durch Transparenz erzwungene, offene Kommunikation der Regierenden soll dann zu einer demokratischen, gerechteren Gesellschaft führen. Mag man halten von was man will, er diese Motive jedoch nie verheimlicht.

 

Die Erhöhung der Opportunitätskosten ist ihm durch die Veröffentlichung der unredigierten Depeschen gelungen, auch wenn das so wohl nicht beabsichtigt war. Zudem ist die USA in gewisserweise ein weiteres Mal bloßgestellt, weil die riesige Anzahl an geheimen Depeschen nicht nur geklaut werden konnte, sondern es auch nach zehn Monaten offenbar nicht geschafft hat, gefährdete Personen in Sicherheit zu bringen – soweit die aktuelle Presselage, was im Hintergrund läuft und bereits gelaufen ist, werden wohl die Wenigstens wirklich überblicken. Nun mag es auch zu Opfern aufgrund der Depeschen kommen. Opfern, die möglicherweise gegen ein autoritäres Regime gekämpft und dafür ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, nur um jetzt in dieser Form bloßgestellt zu werden. Aber stört das jemanden wie Assange, der in diesen Personen womöglich Kollaborateure mit dem Bösen sieht? Keine Ahnung, genauso wenig wie über die Hintergründe von Wikileaks und Konsorten. Trotzdem sollte man die Geschehnisse auch aus dieser Perspektive betrachten, um einen Charakter wie Assange zu verstehen, der unnahbarer und getriebener denn je wirkt.

Des Bloggers neue Kleider

September 7th, 2011

Irgendwie ist das ja schon ein kleines Ritual, das mit den neuen Kleidern. Jedes Jahr gabs bei mir eine kleine Renovierung, so auch dieses Jahr.

Ich bin immernoch nicht ganz zufrieden mit der Optik. Unter Linux schauts gut aus, aber ne passende Windowsschriftart folgt die Tage noch. Und auch so kann es immer mal passieren, dass hier und da noch ein wenig was angepasst wird. Aber im Großen und Ganzen gefällts mir ganz gut.

Texte wird es natürlich auch bald wieder geben. Ich wünsch euch viel Spass mit der neuen Optik!

Let’s have a war…

September 1st, 2011

Der Blick gen Himmel verrät mir, es wird eine kühle Nacht. Die Temperaturen sind alleine in derr letzten halben Stunde um 5°C gefallen. Ich werfe noch schnell einen Pulli in meine Tasche, schnappe meine Schlüssel und gehe los. Der Mp3-Player meines Handys versorgt meine Ohren mit Musik. “Gimme, gimme, gimme. I need war” hallt Maynard James’ Stimme durch meinen Kopf. Und in Gedanken gebe ich ihm Recht. Einen Krieg wird es geben, jetzt wo ich meinen Gegner kenne, und weiss wozu er in der Lage ist…

Schlaflos

August 31st, 2011

Ein leises Ticken. Langsam wandern die Zeiger über das Ziffernblatt des alten Metallweckers. Tick. Tack. Eigentlich bin ich müde, ejgentlich wollte ich schon seit Stunden schlafen. Doch irgendetwas lässt mich nicht.

Vielleicht sind es die Gedanken an die Geschehenisse der letzten Tage. Vielleicht ist es der Kaffee, den ich viel zu spät noch getrunken habe. Vielleicht ist es auch das Gewitter, das vor meinem Fenster sein unwesen treibt.

Der Mann im Radio gibt die Verkehrsmeldungen durch, danach folgt Bitter Sweet Symphony von The Verve. Mein Geist lässt doch langsam der Müdigkeit den Vortritt. Ich nehme noch die letzten Zeilen des Songs wahr, dann schlafe ich ein. Endlich.

Ui, war ich lange nicht mehr hier…

August 30th, 2011

… aber geändert hat sich ja nichts. Wie auch, wenn ich nichts schreibe.

Doch ich will wieder schreiben. Ich will mich wieder um diese Seite kümmern, denn warum sollte ich diese tolle URL einfach brachliegen lassen.

Ich werde wieder mehr tun. Als erstes gibt es aber – wie immer wenn ich wieder auf die Idee komme mich ein wenig um diesen Blog zu kümmern – ein neues Design. Es steht schon in den Startlöchern, aber ich muss es erst fertig bekommen. Ich hoffe es wird euch gefallen, und ich hoffe ich habe den Sprung aus der schreibblockade endlich geschafft.

Es hat sich in meinem Leben ein wenig was geändert, und es wird sich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten noch einiges ändern. Und ich freu mich darauf hier wieder mehr oder minder darüber zu berichten, wieder kreativ zu schreiben, und ich hoffe ihr freut euch genauso darauf, wie ich es tue.

Bis dahin!

neulich im Zug

Februar 21st, 2011

Als der Schaffner seine Fahrkarte nicht kontrolliert, sagt der blinde zu mir: “Dann fahr ich heute wohl als blinder passagier!”

“Aber sagen’ses keinem.” hat er noch angemerkt.