V.I.R.U.S.

Es ist schon komisch, mit der Gewohnheit. Vor ein paar Monaten hätte einen der Anblick von hunderten und tausenden von Menschen mit Atemschutzmasken vermutlich stark irritiert, heute aber ist es alltäglich, dass man kaum einen Menschen ohne Maske sieht.

Ich stehe vor der U-Bahn. Die großen Luftfilter, die an den Fenstern der Waggons angebracht sind brummen und rödeln fast hypnotisch. Anfangs konnte man den Lärm der Dinger kaum ertragen, doch irgendwie gewöhnt man sich auch daran. In der Bahn sitzt nicht ein Mensch, der keine Maske trägt. Mittlerweile gibt es sie in allen Farben und Formen, manche Verrückte geben gar Tausende und Millionen aus, für Designerstücke von Gucci oder Prada. Neulich wurde gar eine für den irrsinnigen Preis von 1,8 Millionen Credits versteigert. Es war eine schwarze Maske mit irgendwelchen Diamanten. Wenigstens wurde der Erlös für einen guten Zweck gespendet.

Ich kann mich noch an die Panik vor ein paar Jahren erinnern. Alle Welt hatte Angst vor einer einfachen Grippe. “Schweinegrippe” nannten Sie sie. Pah, dass ich nicht lache. Es gab zwar tote, doch die Krankheit an sich war harmlos. Die Presse löste mit ihrer Panikmache jedoch etwas schlimmeres aus. Irgendwelche Irren hatten es sich zur Aufgabe gemacht ein Heilmittel zu entwickeln, dabei gab es bereits einen Impfstoff und die Masse der infizierten hatte ein paar Tage fieber und war dann wieder fit. Doch diese Irren haben durch Zufall ein viel schlimmeres Virus gezüchtet, wobei sich das Internet da nicht ganz einig ist. Aber Verschwörungen werden ja heutzutage überall gewittert.

Wie gerne würd ich mal wieder durch einen Wald gehen und die klare Wald Luft einatmen, doch dass kann ich nun wohl vergessen. Das Virus wird über die Luft übertragen, und fühlt sich in der Tierwelt pudel wohl, und im Wald wimmelt es vor Tieren. Den Tieren macht’s nichts aus, die scheinen immun zu sein, doch wehe ein Mensch wird infiziert. Das aggressive Virus vernichtet binnen Minuten deine Nervenbahnen, und du wandelst ohne Sinn und Verstand durch die Gegend. Zombies werden die Infizierten deshalb auch liebevoll genannt, doch einmal infiziert willst du keine Gehirne fressen, sondern zerfällst binnen Stunden in dich zusammen, und verrottest bei lebendigem Leib. Ich hab’s einmal gesehen, beobachtet aus der Ferne, und ich wünschte ich hätte es nicht getan.

Die Welt fängt sich an zu wehren. Nachdem der Mensch sie Jahrelang unterjocht und gequält hat, quält sie nun ihn. Doch wie es scheint bringt es nichts. Wir Menschen sind einfach zu zäh. Die Welt hätte sich früher wehren müssen, doch nun reißen wir uns gegenseitig in den Tod. Die Menschheit verrottet, und der Gift der dann übrig bleibt lässt die Welt verrotten. Wäre ich doch damals nicht zur Impfung gegangen und bereits an der “Schweinegrippe” gestorben, im Delirium eines Fiebers zu verrecken ist bestimmt angenehmer, als bei lebendigem Leibe zu verrotten…

5 thoughts on “V.I.R.U.S.

  1. Andy

    „im Delirium eines Fiebers zu verrecken ist bestimmt angenehmer, als bei lebendigem Leibe zu verrotten…“

    Ach, das tun auch ohne dein Zombie-Virus schon mehr als genug.

  2. angela ackermann:\>format humanity:

    nice, nice

    ps.
    müsste auch mehr schreiben…

    pps.
    aber schreibe ich nicht schon meine gedanken, in den lauf der zeit?
    und ist nicht denken, das einzige was zählt?
    gut…, vielleicht kann man leute, durch schreiben, zum denken anregen…
    aber wer will denn heute noch denken…

    kaufen kaufen kaufen
    angst haben angst haben angst haben
    steuern zahlen steuern zahlen steuern zahlen
    fussball fussball fussball
    schweinepest schweinepest schweinepest
    kaufen kaufen kaufen
    angst haben angst haben angst haben
    hassen hassen hassen
    kaufen kaufen kaufen
    wachstum wachstum wachtum
    bildzeitung bildzeitung bildzeitung
    egoismus egoismus egoismus
    konsumiren konsumiren konsumiren
    angst haben angst haben angst haben
    ficken ficken ficken
    hassen hassen hassen
    kaufen kaufen kaufen
    (habe ich)
    angst haben angst haben angst haben
    (schon erwähnt?)

    gibt es überhaupt noch eine hoffnung?
    eigentlich akzeptieren doch fast alle, alles blind…

    konsum.exe und schon sind sie unterwegs,
    wie roboter laufen sie durch die kaufhäuser,
    mit atemmaske und desinfektionsmittel bewaffnet,
    um auch auf jeden fall ihre flicht zu erfüllen,
    und den geliebten, zu zeigen, dass man sie auch liebt,
    also geld ausgeben!

    wie wäre es zum beispiel mit:
    baumwollpullovern

    ja so eine atemmaske wie sie sie gerade tragen, hätte der afrikaner, der mit der pestizid spritze gerade durch das baumwollfeld läuft, um seine 46 $ monatslohn zu bekommen, um davon seine 5 hungernden kinder versorgen zu dürfen, auch gerne.

    würde man sein wasser nicht in baumwollplantagen pumpen, und es obendrein noch versäuchen, dann könnten die mensche getreide anbauen, und würden nicht schon zur hälfte im frühen kindes alter verrecken. aber die zahl von 1000 000 000 menschen ohne sauberes wasser, ist ja anscheinend nebensächlich…

    na gut, um das öko gewissen zu besänftigen, dann halt ein ganz traditionelles weihnachtsfest, einfach nur ein leckeres essen, und ein paar kleine geschneke

    aber passen sie gut auf, denn die chance ist gross, dass die kleinen geschänke von apatischen indischen kinderarbeitern, in einem dunklen kellerverlies zusammen geklebt wurden,

    und in den meisten fällen ist der gänsebraten mit brasilianischem sojamehl gemästet.
    -brasilien, ein land in dem 25% der menschen hungern, weil man lieber für die EU sojabohnen anbaut, als für die befölkerung getreide, höhere rentabilität entscheidet.
    -brasilien, ein land das den regenwallt immer weiter rodet, um noch mehr soja und palmöl plantagen zu erschliessen
    -brasilien, ein land, das sie selbst seid jahren unterstützen!

    eigentlich kann ich garnicht land sagen,
    um ganau zu sein, ein land dessen politiker und gross konzerne sie unterstützen, konzerne änlich wie nestle oder coca cola, die ihren aktionären verpflichtet sind immer höhere renditen zu erzielen, wo das wort moral ein fremdwort ist. monstren die menschen fressen, und geld ausspucken.

    Zwischenfrage von „konsument guido“
    “Aber der markt reguliert sich doch von selbst?”
    und ob!

    es dauert nicht mehr lange,
    dann ist der planet am ende,
    dann stürzen sich alle mächtigen,
    unter fadenscheinigen begründungen,
    auf die letzten rohstoffe,

    milliarden menschen werden durch kriege, hungersnöte, umweltzerstörung und seuchen sterben.

    Bis dahin werden sich die mächtigen noch weiter bereichern.
    Darwin wird recht behalten, “the survival of the fittest”, die bestangepassten werden überleben, mit ihren privatarmeen und ihren eigenen ärzteschaften, werden sie in ihren bunkern warten. atomkriege und pandemien abwarten. und wenn dann alles in schutt und asche liegt, werden sie aus ihren bunkern kommen, und die welt von neuem versklaven…

    Zwischenfrage von „konsument 0815“
    “aber was kann ich da tun?
    warum soll das denn mein problem sein?
    da soll sich die politik drum kümmern?”

    ja, dazu müssten erst mal politiker an die macht kommen, die aufhören immer nur von wachstum zu reden…!
    was dem „Club of Rome“ 1973 schon klar war,
    als sie ihre studie „The Limits to Growth“ über die weltwirtschaft veröffentlichten, ist doch so simpel, und logisch…

    irgendwann ist es halt vorbei, und dann fällt das kartenhaus zusammen
    wir müssen aufhören immer weiter zu konsumieren, immer höher zu bauen, immermehr zu wollen.

    Wir müssen eine welt wollen, in der wir materiell gesehen, weniger haben werden, als in der jetzigen. wir müssen das land zu einem agrarstaat macht. die welt zu einer agrarwelt. wo luxusgüter und die soziale stellung, im heutigen sinne, nicht existent sind.
    Wo die menschen ihre kraft in landwirtschaft, medizin, bildung, kunst, liebe, frieden, weisheit und musik stecken.
    Eine welt in der alle menschen die gleichen rechte haben,
    eine welt ohne grenzen,
    eine welt ohne unterdrückung,
    eine welt in der man sich nicht als deutscher, oder amerikaner sieht,
    sondern eine welt in der man sich als mensch begreift.

    lesenswert:
    http://library.fes.de/pdf-files/netzquelle/c83-00959.pdf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums
    http://www.markenfirmen.com/

    ***konstruktive kritik gewünscht***

    angela ackermann:\>format humanity:
    aka
    Ἁρμαγεδών

  3. 14.000 Liter Wasser für ein Ein-Kilo-Steak
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/552/325417/text/

    angela ackermann:\>format humanity:
    aka
    Ἁρμαγεδών

  4. At last! Someone with the insight to solve the prombel!

  5. It’s a pleasure to find someone who can think so clearly

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