Bah, es ist Freitag, Karfreitag um genau zu sein, und einfach nichts passiert. In den Städten wirkt es wie Sonntag, im Fernsehen laufen die ollen Kamellen, die jedes Jahr zu Ostern laufen. Und auch sonst ist der Karfreitag der wohl langweiligste Feiertag im Jahr. Selbst am Totensonntag, von meinen Freunden auch freundlich „Happy Cadaver Day“ genannt, passiert mehr als an diesem Freitag.

Ein Tanzverbot, auf so Ideen können doch auch nur Christen kommen. Eine Biblischer Charakter, der sich selbst – vermutlich bei einem seiner Saufgelage – Sohn Gottes nannte. Es ist nicht, dass ich Christen nicht mag, es ist auch nicht, dass ich ihren Glauben als Falsch hinstellen möchte. Jeder soll an das Glauben, an das er mag, dass er für richtig hält. Aber nur weil diese Person (von der ich durchaus glaube, dass es Sie gegeben haben könnte – nur eben nicht ganz so „göttlich“ wie die Katholiken das gerne hätten – am heutigen Tag vor fast 2000 Jahren gestorben sein soll einen deutschen Freitag total Öde zu machen, halte ich für egoistisch und gemein.

Aber naja, so ist das Christentum, Das passiert, wenn man einen alten Sack an die Führungsspitze setzt, der das Wort Party und die Bedeutung des Freitags für das Proletariat (vor allem die Jüngeren anhänger) allerhöchstens irgendwo mal gelesen hat…

Ich wünsch euch allen dennoch ein schönes Osterfest 😉

Langsam kriecht der Morgen über den Horizont. Es ist noch dunkel, die Sonne braucht noch ein paar Minuten, bevor Sie sich über den Hügel hinter mir quält. Die Stille verfolgte mich die ganze Nacht, doch so langsam hallen die Stimmen der Vögel durch die noch Kalte Luft. Die Nacht gehört noch immer dem Winter, aber in ein paar Stunden wird die Sonne den Frühling endgültig einleiten.

Es ist nun schon fast 5 Monate her, dass meine Wohnung, und alle umliegenden Gebäude bei einer Explosion dem Erdboden gleich gemacht wurden. Eine Gas-Explosion sei es gewesen, und pures Glück war es für mich, dass ich an dem Tag 10 Minuten länger an der Arbeit war. Doch die Bilder gehen mir nicht aus dem Kopf. Das gleissende Licht, die schemenhafte Gestalt, dieses Gesicht. Seitdem bin ich auf der Suche, seitdem will ich rausfinden, was hier genau vor sich ging, denn eine Gas-Explosion sieht laut meinem Wissen anders aus.

Ich habe mittlerweile ein paar andere Menschen kennengelernt, denen Ähnliches widerfahren ist. Jedesmal war es eine Explosion, und jeder hat eine Gestalt in einer Art Schutzblase gesehen. Die Beschreibungen der Geschehenisse sind immer die Gleichen, nur die Gestalt in der Blase wird jedesmal anders Beschrieben, so als hätte jeder von uns einen eigenen Schutzengel gehabt. ICh bin nun unterwegs eine weitere Person zu treffen. Er nennt sich im Internet nur „Der Alte“. Und er behauptet, er habe mit einer dieser Gestalten geredet…

Alles neu macht für gewöhnlich der Mai, für mich ists dieses Jahr aber der April. Neues Design im Blog, neues Versprechen mal wieder was für den Blog zu schreiben, und in einer neuen Wohnung bin ich nun auch Untergekommen. Alleine diesmal, nix mehr mit WG.

Ein bisschen vermisse ich aber das WG Leben schon. Man kann nicht mehr einfach am Nachbarzimmer klopfen, wenn einem langweilig ist, und die Wohnung muss nicht mehr nur alle 3 Wochen mal geputzt werden.

Aber es hat auch vorteile. Ich hab meine Ruhe, nachm Duschen muss ich nicht versuchen möglichst FIX durch den flur zu sprinten, wenn ich mal wieder meine frischen Klamotten im Zimmer hab liegen lassen, und vor allem weiss ich, wer meine lieblingsschokolade schonwieder aufgegessen hat.

Ausserdem bin ich ja nicht ganz alleine, ein kleiner, verrückter, total schmusebedürftiger Kater wohnt nun bei mir, getauft Kami – eigentlich mit dem Hintergrund der Kamikatze… aber ich habe festgestellt, dass ich den Leuten lieber erzählen sollte, dass Kami japanisch für Gott / göttliche steht…

Naja, genug. Ich wollte den Blog nur mal wieder ein bisschen aktualisieren. Neue Texte folgen aber nun (hoffentlich) wieder regelmäßiger…

Überall begegnen Sie einem. Sie sind mal schwarz, mal weiß, mal rot, manchmal sogar pink. Egal ob im Bus, im Zug, auf der Straße, oder in den Märkten oder Geschäften. Überall, wo sie gleich mehrfach auftauchen herrscht eine ungewohnte Stille. Als vor ein paar Jahren im Bus oder Zug noch rege Konversation gehalten wurde, hätte es keiner für Möglich gehalten.

Ich will nicht lügen. Auch ich nutze sie, diese soziallebenkiller. Man kann einfach abschalten, die Welt ausblenden. Doch manchmal nerven sie mich doch, diese weißen, schwarzen, roten und manchmal auch pinken Konversationsblockaden.

Aber genug gemeckert. Stöpsel rein, Musik an, Welt aus.

Und wieder tickt mir die Zeit davon. Wieder schneller als mir lieb ist. Jeder Blick auf die Uhr sagt mir, dass ich schon lange hätte im Bett liegen müssen, und doch sitz ich hier und schreibe diese Zeilen. Jeden Abend nehme ich mir vor früh ins Bett zu gehen, doch ich schaff es nicht. Ich kann es nicht. Und eigentlich will ich es auch gar nicht.

Ich lebe für die Nacht, für die Ruhe die sie einem gibt. Ich lebe für die Lichter, die die Welt erleuchten, wenn die Sonne es nicht mehr vermag. Ich lebe für die Sterne, die am Himmelszelt gegen die Morgendämmerung ankämpfen. Ich lebe für die Luft, die eine laue Nacht über die Stadt verbreitet. Ich liebe die Nacht, egal ob ruhig und entspannt, oder laut und aufgewühlt. Egal ob gemütlich auf dem Balkon, oder in den Bars und Clubs mit Freunden.

Und auch wenn ich weis, dass jede wache Minute mir Morgen schwer in den Knochen sitzt, so werde ich dennoch einen Augenblick verharren, bevor ich in den Schlaf entschwinde.

Gute Nacht!

Ich hasse die spätschicht. Nicht an sich, aber den Heimweg. Nach 20 Uhr fahren nur noch spärlich Busse durch die Stadt, also bin ich gezwungen zu laufen. Dabei laufe ich gern. Ich liebe es durch das kleine Waldstück zu wandern, das auf meinem Heimweg kurz vor der Siedlung liegt, in der ich wohne. Aber nicht nach 8 Stunden Arbeit, da will ich nur schnell auf meine Couch. Der Schotter raschelt leise unter meinen Schritten. In meinem Kopf hallen die Worte von Depeche Modes „Enjoy the Silence“ wieder.

Vor mir liegt das letzte Stück bis zu hause. Ein kleiner Pfad um den dir Bäume einen Bogen zu machen scheinen. Ich spüre einen Windzug, dicht gefolgt von einer Kugel gleissenden Lichts, die alles hinter sich mitzureissen scheint. Der Zug macht es mir schwer auf den Beinen zu bleiben. Dann ein lautloser Knall. Die Kugel breitet sich zu einer hellen blauen Flammenwolke und scheint alles zu verbrennen. Der Rest läuft wie in Zeitlupe.

Es reisst mich von den Beinen. Im Fall seh ich plötzlich ein Gesicht. Engelsgleich trotz voller Schrecken. Sie ruft mir etwas zu, doch ich kann Sie nicht hören. Kurz bevor ich auf den Boden aufschlage wird vor meinen Augen alles schwarz…

Und wieder hör ich des Bettes Rufe,
wie es laut zur Bettruh schreit.
Doch auf meiner ew’gen Suche,
kann auch der Schlaf mich nicht befreien.
Drum liege ich im totenstillen
Gedankengut kämpft mit dem Willen
in den erlösenden Schlaf zu fallen…

Solch wirren Worte geistern durch meine vor Schlaflosigkeit verknoteten Synapsen. Nachts. Um 1. Gute Nacht!

Dies ist ein Gastbeitrag von BradHammer. Ich Teile zwar nicht immer seine Meinung, aber verdammt oft. Viel Spass beim lesen!

 

Wikileaks ist gescheitert, Assange ein eitler Pfau, der sich, getriebenen von seinem fulminanten Ego, mit Mitstreitern und Medienpartnern, überworfen hat und schlussendlich die Whistleblower, also die Quelle seines Aufstiegs, verraten hat. Soweit zu dem, wie es aktuell in Medien und Blogs dargestellt wird. Und gewiss trifft diese Darstellung in Teilen auch zu, greift aber zu kurz. Die recht unberührte Haltung von Assange, der sich zumindest öffentlich keiner Schuld bewusst ist, dürfte nicht nur auf sein offenbar nicht zu allzu umfangreicher Reflexion und Selbstkritik ausgerichtetes Ego zurückzuführen sein, sondern ihm schlicht nicht wirklich interessieren.

 

Während Pressepartner und einige Mitstreiter vor allem das Wohl der Informanten in den Fokus rücken (interessante Artikel dazu bei Wolfgang Michael), geht es Assange um tiefgreifende systematische Veränderungen. Er ist kein Evolutionär, er ist Revolutionär, dessen Sicht nicht mit der gesellschaftlichen Wir-Gut-Die-Böse-Mentalität übereinstimmt. Für ihn sind die westlichen Staaten mit zig Geheimdiensten, die mit Diktaturen kooperieren, solange sie einen Nutzen haben, ein Teil des Problems, dem er zu Leibe rücken will. Und er will das, wie sich in seinen älteren Texten nachlesen lässt, in dem die Opportunitätskosten für konspiratives Regieren auf eine solche Höhe steigen sollen, dass sie für die Akteure nicht mehr lohnenswert sind – um das Ganze mal sehr kurz darzustellen. Die durch Transparenz erzwungene, offene Kommunikation der Regierenden soll dann zu einer demokratischen, gerechteren Gesellschaft führen. Mag man halten von was man will, er diese Motive jedoch nie verheimlicht.

 

Die Erhöhung der Opportunitätskosten ist ihm durch die Veröffentlichung der unredigierten Depeschen gelungen, auch wenn das so wohl nicht beabsichtigt war. Zudem ist die USA in gewisserweise ein weiteres Mal bloßgestellt, weil die riesige Anzahl an geheimen Depeschen nicht nur geklaut werden konnte, sondern es auch nach zehn Monaten offenbar nicht geschafft hat, gefährdete Personen in Sicherheit zu bringen – soweit die aktuelle Presselage, was im Hintergrund läuft und bereits gelaufen ist, werden wohl die Wenigstens wirklich überblicken. Nun mag es auch zu Opfern aufgrund der Depeschen kommen. Opfern, die möglicherweise gegen ein autoritäres Regime gekämpft und dafür ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, nur um jetzt in dieser Form bloßgestellt zu werden. Aber stört das jemanden wie Assange, der in diesen Personen womöglich Kollaborateure mit dem Bösen sieht? Keine Ahnung, genauso wenig wie über die Hintergründe von Wikileaks und Konsorten. Trotzdem sollte man die Geschehnisse auch aus dieser Perspektive betrachten, um einen Charakter wie Assange zu verstehen, der unnahbarer und getriebener denn je wirkt.

Irgendwie ist das ja schon ein kleines Ritual, das mit den neuen Kleidern. Jedes Jahr gabs bei mir eine kleine Renovierung, so auch dieses Jahr.

Ich bin immernoch nicht ganz zufrieden mit der Optik. Unter Linux schauts gut aus, aber ne passende Windowsschriftart folgt die Tage noch. Und auch so kann es immer mal passieren, dass hier und da noch ein wenig was angepasst wird. Aber im Großen und Ganzen gefällts mir ganz gut.

Texte wird es natürlich auch bald wieder geben. Ich wünsch euch viel Spass mit der neuen Optik!

Der Blick gen Himmel verrät mir, es wird eine kühle Nacht. Die Temperaturen sind alleine in derr letzten halben Stunde um 5°C gefallen. Ich werfe noch schnell einen Pulli in meine Tasche, schnappe meine Schlüssel und gehe los. Der Mp3-Player meines Handys versorgt meine Ohren mit Musik. „Gimme, gimme, gimme. I need war“ hallt Maynard James‘ Stimme durch meinen Kopf. Und in Gedanken gebe ich ihm Recht. Einen Krieg wird es geben, jetzt wo ich meinen Gegner kenne, und weiss wozu er in der Lage ist…