Der goldene Ring.

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Wie sie da saß, mit leicht verträumten Blick, einem kleinen verschmitzten lächeln. Sie spielte mit einem goldenen Ring, den sie an an ihrem kleinen Finger trug. Ihr Fuß wippte zum Takt der Musik und ihr Mund formte die Worte des Sängers nach, fast als hätte sie diese Worte selbst erdacht. Sie fühlte sich wohl, und das seit langem zum ersten mal. Hier hatte sie keine Sorgen, die Musik schien alles zu vertreiben.

Don’t you dream about that door, that could open up in front of you,
that would take you to a place, a place worth fighting for

Sie wusste genau, was der Sänger damit meinte, und ja, sie wartete auf diese Tür, auf eine Tür in eine andere Welt, einer Welt ohne Sorgen, ohne Probleme, eine Welt die man mit einfachen Worten nicht beschreiben konnte.

So tonight there is a chance, just listen to your heart,
I will take you there, you just have to chart.“

Sie dachte daran, wie schön es wohl wäre, wenn der Sänger Recht hätte, wenn es wirklich jemanden gäbe, der sie dorthin bringen könnte. Doch sie glaubte nicht an diese Vorstellung. Nichts sehnlicher würde sie sich wünschen, aber sie wusste einfach, dass es unmöglich ist. Sie würde in einer halben Stunde dieses kleine Café verlassen, und alles würde genauso weitergehen wie bisher.

You don’t believe in your own words, an neither do in mine,
But now my lovely take my hand, and i’ll show you how it shines…“

Plötzlich wurde die Musik leiser. Mit einem kleinen Puff erschien ein helles Licht auf der Bühne, direkt neben dem Sänger. Dieser lächelte sie freundlich an, und wies ihr mit einer Geste an, die Bühne, oder vielmehr das helle Licht das die Bühne nun fast komplett einnahm, zu betreten. Sie schauderte. Keiner der anderen Gäste schien dieses Spiel zu bemerken und auch die Kellner taten unverrichtet ihre Arbeit. Einzig zwei kleine Mädchen starrten ungläubig auf die Bühne.

You must not fear me, nor the world on the other side,
You won’t get hurt, it will be allright!

Sie ging auf die Bühne. Ein heller Blitz erleuchtete das ganze Café, dann war alles vorbei. Die Band spielte weiterhin ihr Lied und auch der Sänger sang weiter, Zeile für Zeile. Niemand schien die Frau zu vermissen, oder sie überhaupt wahrgenommen zu haben. Die zwei kleinen Mädchen erzählten jedem von dem wirren Spiel, doch niemand glaubte ihnen. Nach Feierabend fand eine der Bedienungen auf der Bühne einen kleinen goldenen Ring. Das einzige, was noch an die hübsche Frau erinnert.

One Comment

  1. Basti sagt:

    Mal ein kleiner Schreibversuch, aber irgendwie nicht wirklich befriedigend, vllt gefällt sie ja dennoch dem einen oder anderen 😉

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