Archive for the ‘Tagebuch’ Category

Es ist schon erstaunlich, wie einen ein einziger Gedanke aus der Bahn werfen kann. Grade noch warst du mit dir selbst im reinen, alles war in Ordnung, und dann kommt so ein Bruchstück einer Erinnerung, und du fängst an zu Grübeln.

Was ist damals falsch gelaufen? Was wäre, wenn alles anders gekommen wäre?

Jeder wird dir raten, solche Fragen zu verwerfen, gar nicht weiter drüber nachzudenken, doch ganz unweigerlich fällst in das Loch, dass die Vergangenheit für dich gegraben hat. Egal wie es dir grade geht, selbst wenn du die Glücklichkeit in Person warst, plötzlich verschwindet das Lächeln auf deinen Lippen. Du versinkst, du fällst, und du schreist. Doch dich kann keiner hören, denn du schreist zu dir selbst.

Zum Glück kannst du meistens die Leiter fassen, die dich wieder aus dem Loch, die dich wieder in die Gegenwart führt. Die dir sagt, das ist vorbei, das ist Vergangenheit. Die dir zeigt, dass der Weg den du Gegangen bist doch der richtige war. Und du fängst wieder an zu lächeln. Nicht mehr ganz so ehrlich, nicht mehr ganz so glücklich, aber du bist wieder im hier, im jetzt.

Manchmal habe ich Angst, dass ich irgendwann nicht mehr stark genug bin, diese Leiter zu fassen und wieder an ihr herauf zu klettern…

Sonne! Ja wirklich Sonne!
So viel Sonne habe ich glaube schon lange nicht abbekommen. Okay, das spricht jetzt vielleicht nicht unbedingt für mich, aber draußen bin ich normalerweise nur, wenn die Sonne sich schon hinterm Horizont verzogen hat.

Aber nun bin ich Umgezogen. Ich wohne nichtmehr in dem kleinen alten Haus, in dem kleinem Zimmer, mit den kleinen Fenstern – die sowieso nur selten aus dem Schutz der Vorhänge traten…

Nun wohne ich in einer Wohnung mit Balkon, und großen Fenstern, und eben viel Sonne, insofern sie sich denn nicht hinter irgendwelche Wolken versteckt – was sie in den letzten Tagen aber erfreulich selten tut.

Und nun sitze ich hier, in meinem neuen Zimmer, in einem neuen Ort, in einem neuen Abschnitt meines Lebens, und hoffe dass es so weitergeht, wie es angefangen hat…

„Der Himmel ist so Blau!“
„Du bist ja nur neidisch…“

„Oh mein Gott!“

Genau das ging mir grade durch den Kopf, als ich an der Straße stand. Ich müsste eigentlich arbeiten, doch irgendwie ist hier nichts los, also hab ich mich an die Tür gestellt, ein wenig raus geschaut. Da kamen sie vorbei! Zwei kleine Jungen auf ihren Fahrrädern, bestimmt nicht älter als 12, eher jünger. Weite Hosen, weite Trikots an. Soweit nicht weiter tragisch, aber warum muss ein 11-Jähriger schon lautstark Hip-Hop über die kleinen quiekenden Lautsprecher seines Handys hören, während er durchs Dorf fährt?

Mal ganz davon abgesehen, dass ein 11-Jähriger auch zwingend ein Handy benötigt…

Hmmpf, die Jugend von Heute… Ich glaube ich werde langsam alt…

Horrorfilme, das sind schon so Phänomene.
Man setzt sich Abends ins Kino, oder zu Hause vor den Fernseher, und lässt sich die eigenen Urängste vorführen. Wobei die Filme es selten schaffen ernsthaft gruselig zu sein. Meist findet man in solchen Filmen flache Stories und übertriebene Gewalt. Irgendwie fesselt mich sowas nicht wirklich.

Ich war letzten Donnerstag in der Sneak zu „Der Fluch der 2 Schwestern“. Netter Film. Gehört aber eher in die Schublade „Thriller“ als in die Schublade „Horror“. Die Story ist zwar angenehm einfach, aber bietet einen netten Twist am Ende. Nur der Horror im allgemeinen kommt zu kurz. Kein Film für den ich sonst ins Kino gegangen wäre, aber für einen gemütlich Abend ganz okay.(achja, wer nun von mir eine Inhaltsangabe erwartet, möge hier klicken)

Nun habe ich mir dann noch 2 DVDs angeschaut. „100 Feet und „Alien Raiders. Während ersterer zumindest den einen oder anderen Schockmoment verursacht ist Zweiterer so dermaßen vorhersehbar, dass es einem fast jegliche Freude am schauen nimmt.

Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber ich finde es gibt nur sehr wenige gute Horrorfilme. Der erste „Saw“ hat mir gefallen, die Nachfolger dafür weniger. Auch der erste „Final Destination“ war gut. Aber sonst fallen mir kaum gute Horrorfilme ein. Irgendwie fesseln sie mich einfach nicht…

Ich schreibe gerne. Nicht viel, aber immerhin gerne. Nun habe ich – neben diesem Blog – doch tatsächlich jemanden gefunden, der das gar nicht so schlecht findet…

Falls von meinen Lesern – falls da überhaupt welche sind – jemand einfach nicht genug von mir bekommen kann – oder vielmehr von meinen Schreibereien – sollte er oder sie vielleicht mal auf Juiced.de schauen. Klar, bisher gibts nur eine Meinung zu „Windows 7“, und eine Kritik zu „Illuminati – Angels and Demons“, aber vllt kommt da ja noch mehr…
Ausserdem sind ja auch die anderen Artikel von Daniel und Co lesenswert.

Aber keine Angst, auf serenity-revolt werden weiterhin meine kreativen und tagebuch-mäßigen Texte erscheinen, also löscht das Lesezeichen vorerst (bitte bittte bitte bitte bitte) bitte nicht … 😉

Unglaublich, aber ich schreibe wieder. Nicht ganz so, wie ich es gewohnt bin, sondern anders. Ganz anders.

Normalerweise, insofern mir denn mal was gutes einfällt, tippe ich das ganze dann – ziemlich unromantisch – in eine TXT-Datei auf meinem PC.

Heute aber sitze ich an einem normalen Tisch. Hinter mir scheint die Sonne, vor mir steht eine leckere Tasse Kaffee, und eben ein kleines Büchlein. Ein Moleskine, wer es genau wissen will. In dieses habe ich diesen, und auch ein paar andere Texte geschrieben, mit einem Stift. Vielleicht könnt ihr die anderen Texte auch irgendwann mal hier lesen =)

Ein leichtes Frösteln durchfährt meinen ganzen Körper, die Haut fängt an zu kribbeln und die Poren schließen sich. Langsam stellen sich sämtliche Härchen am gesamten Körper auf. Doch anders als beim frieren steigt in mir ein Glücksgefühl hinauf, dass nur schwer zu übertreffen ist. So fühlt sich für mich gute Musik an.

Um das ganze bei mir auszulösen, gibt es aber keine Patentlösung. Mal ist es eine gute Melodie, mal eine klasse Stimme, manchmal reicht aber auch eine gute Text-Stelle. Manchmal ist es nicht mal die Musik selbst, sondern die Situation in der sie gespielt wird.

Egal ob ich im Kino sitze, und eine Szene mit einem tollen Song unterlegt ist, egal ob ich im Auto sitze und der DJ einen schönes Lied spielt. Selbst beim Spaziergang durch die Straßen, wenn ein Lied aus irgendeinem Fenster an mein Ohr dringt, kann es mir passieren.

Doch ganz egal wie es ausgelöst wird, ich liebe dieses Gefühl, und möchte es für nichts in der Welt eintauschen.

Deshalb liebe ich gute Musik!

Ich trage etwas in mir. Etwas das eigentlich jeder Mensch in sich trägt. Bei den meisten Menschen ist es mittelgroß bis groß, meist gut gelaunt, und strahlt in den verschiedensten Farben.

Nicht so bei mir. Bei mir ist es klein. Es ist grau. Und es blickt meist recht traurig drein. Doch es scheint auch ein wenig Schizophren zu sein. Denn in manchen Situationen wird das kleine, graue Ding plötzlich groß, und bunt, und manchmal sogar richtig arrogant. Dann aber schrumpft es wieder, und schaut wieder so trostlos.

Auch wenn es von außen immer wieder Sachen gibt, die versuchen das kleine graue Ding wieder aufzuheitern und aufzubauen, so hält diese Wirkung selten lange an. Und dann ist das kleine, graue Ding wieder traurig. Dann merkt das kleine, graue Ding wieder, dass der Körper in dem es wohnt nicht so toll ist, wie es das manchmal gerne hätte.

Selbst wenn es möglich wäre, selbst wenn ich es könnte, so wollte ich nicht tauschen, mit meinem kleinen, grauen Selbstbewusstsein…

Ich sitze hier und lese:
Edgar Alan Poe – Die Maske des Roten Todes
und
Bernhard Pörksen (Hsg.) – Trendbuch Journalismus

Ich sitze hier und höre:
The Ting Tings – We Started Nothing
(Album – 2008 – Indie / Pop / Elektro)

Ich sitze hier und schaue:
Two and a Half Men – auf Kabel1

Ich sitze hier und denke:
Das der Fernseher nun, da er wieder angeschlossen ist, irgendwie viel zu oft und viel zu lange vor sich hindudelt… Was waren das schöne Zeiten, als das Ding nur wenn überhaupt nur einmal im Monat lief… ^^

Okay, das ist doch was ganz anderes. Der Tisch ist größer, die Kugeln kleiner, und die Löcher enger. Man braucht eine ganz andere Präzision, und muss viel Feiner arbeiten. Wo sonst eine kleine Abweichung, oder ein kleiner Abrutscher verziehen wird,  kann man hier gleich viele Punkte verlieren.

Wenn man nur Pool-Billard gewohnt ist, schaut man bei der ersten Partie Snooker ganz schön dämlich drein. Gut, sind wir auch weit von einem Dasein als Pool-Profis entfernt, es dürfte aber selbst für die besseren Spieler ein komisches Gefühl sein, das erste mal an einem Snooker Tisch zu stehen.

Wir haben es Gestern gewagt, und haben nahezu total versagt, aber es hat Spaß gemacht, und ist mal eine Herausforderung. Wir werden es demnächst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder versuchen.

Übrigens sehr interessant, wie viele Menschen interessiert zuschauen, wenn man Snooker spielt. Beim Billard gibt’s ja nur wenig Aufmerksamkeit der anderen Bar-Gäste, aber am Snooker Tisch schauen die Leute gerne mal über die Schulter (bis sie dann nach 4 Stößen merken, dass die Leute ja doch nix können… *hust*).