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Serenity Revolt, gemächlicher Aufruhr. So habe ich diese Seite mal genannt. Eine leise Rebellion gegen – ja, gegen was eigentlich? Mein eigenes Resümee zeigt, dass es eine Rebellion gegen mein eigenes Leben ist. Ein typisches rumgeflenne, weil der feine Herr zu faul ist sein Glück selbst in die Hand zu nehmen.

Und das sollte ich, doch ich habe keinen Elan. Jedesmal, wenn es scheint ich biege auf die Gewinnerstraße ab, kommt irgendein popeliger Kleinwagen um die Ecke und drängt mich wieder ab. Weil ich immer ausweiche, immer auf die Bremse trete. Ich will ja nichts kaputt machen, ich will ja keinen verletzen. Dabei wird es langsam Zeit, dass ich aufwache, mal um mich schlage, und mal meinen eigenen Willen durchsetze.

Wenn jeder an sich selbst denkt, ist doch an jeden gedacht, oder wie war das? Ich müsste mal an mich denken, doch ich trau mich wie immer nicht. Und so lasse ich mich wiedermal von der Gewinnerstraße abdrängen, denn ich will ja keinem wehtun. Ich bin manchmal eben doch nur ein kleiner Depp…

Ich habe es vermisst, mal so richtig kaputt zusein. Nach einem harten Arbeitstag einfach mal keine Energie zu haben. Schon um achte auf dem Sofa zu liegen und vorm Fernseher fast einzuschlafen. Ich habe es wirklich vermisst, aber auf dauer brauch ich das auch nicht.

Des Anstands wahre Bürde ist wohl der Verzicht.

Im Rückspiegel seh ich die Funken der Zigarette, die ich grade aus dem Fenster geworfen habe. Es it spät, ich bin müde, doch an Schlaf ist nicht zu denken. Die Gedanken kreisen, Das Herz pocht unentwegt. Was ist da nur schonwieder mit mir passiert….?

… habe ich grade wieder gemerkt.

Verlorengeglaubt, doch nun ist sie da. Fast schon unerwartet, denn gerechnet hat wohl keiner mit ihr. Doch seit ein paar Tagen erwärmt Sie unsere Welt, als wäre sie nie weg gewesen. Man könnte mittlerweile fast meinen es wäre Sommer.

Schon bei der Fahrt bis zum Bahnhof kommt uns eine begeisterte Menschenmenge entgegen. Ich stelle den Wagen ab, und folge der Wegbeschreibung, die wir nur sporadisch im Internet gefunden haben. Die Masse, der wir ursprünglich folgen wollte ist schon nicht mehr zu sehen. Das ganze gleich eher einer Schnitzeljagd, als einem Weg zu einer Party. Dass die Bilder mit den Hinweisen am Tage geschossen sind, macht die Sache auch nicht leichter, da die Nacht bereits angebrochen ist, und nicht mal Sterne uns den Weg leuchten. Dennoch schaffen wir es irgendwie den richtigen Weg zu finden. Eine Brücke, ein langer Marsch durch den Wald – der durch den Regen am Tag alles andere als „angenehm“ zu beschreiben ist. Doch der Weg lohnt sich, je weiter wir gehen, umso lauter werden die Bässe, die Party ist schon in vollem Gange.

Gefühlt ne Stunde (in der Wirklichkeit waren es wohl eher wenige Minuten) erreichen wir eine offene Stelle unter eine Brücke. Auf den Pfeilern tanzen bunte Farben und Lichter umher, um den provisorisch eingerichteten DJ-Pult tanzt eine feierwütige Meute, auf und ab, passend zu den Beats, die aus den rundherum aufgestellten Lautsprechern hallt. Wir sind da, wir haben es geschafft, und jetzt wollen wir nur noch eins: FEIERN!

Meine erste Tunnelparty, und habe ich es mir zwar ähnlich vorgestellt, war es doch deutlich besser als erwartet. Es hat echt Spass gemacht, es war eine super Stimmung, und auch wenn ich danach den gleichen erschwerlichen Weg zurücklaufen musst (und das als Fahrer auch noch nüchtern), hat es sich definitv gelohnt!

Die intelligenz der Welt, wie wir sie Heute kennen
ist mit keinem Wort mehr zu benennen,
während Stein und Pflanz und Tier, an ersetzbarkeit verliern,
so ist der Mensch im Besonderen, von dieser Welt zu trennen.
je mehr er lebt, je mehr er baut, je mehr er chemikalien braut,
umso schneller geht alles ein, Der Mensch, die Welt und alles Sein.

Achja, diese technischen Spielereien immer. Kaum hat man ein neues Spielzeug, kann man nicht mehr die finger davon lassen.
Ich hab mir nun nämlich ein Tablet geleistet. Ein Samsung Galaxy Tab 10.1N. Und es macht spass.

Es ist ein schickes flaches Teil, und hat die leistung für Web, kleine arbeiten und spielereien, die meinem Handy fehlten.
Dank nVidias Tegra2 gehören auch die einfachen flachen Handyspiele der vergangenheit an.

Und nunendlich kann ich auch mobil mal einen längeren Text in meinen Blog knallen, denn das ist mit sonem kleinen Handy alles andere als komfortabel 😉

Ich mag den Morgen nicht, d.h. eigentlich ist das auch nicht wahr, aber der Morgen und ich, wir verstehen uns nicht sonderlich. Das liegt zum einen an meinem Verhalten ihm gegenüber – meist schlafe ich einfach weiter, wenn er vorbeischaut – aber auch daran, dass er immer so früh da ist. Momentan begegnen wir uns häufiger, aber so richtig miteinander können wir noch immer nicht. Das liegt vermutlich daran, dass er momentan noch nicht sonderlich warm, aber dafür extrem hell ist. Vermutlich spielt die Tatsache, dass ich kurz nach dem er da ist auch schon los muss auch eine Rolle – die arbeitende Gesellschaft liebt den Morgen ja.

Aber genug von meinen privaten Freundschaften, ich versuche den Morgen jetzt mal mit einem Kaffee etwas fröhlicher zu stimmen…