Posts by Basti

… habe ich grade wieder gemerkt.

Und wieder steh ich in der Bar, der Tequila löst meine nicht grad positiven Gedanken allmählich in wohlgefallen auf. Zumindest vorerst. Auch ich habe mittlerweile begriffen, dass diese Gefühle, diese Gedanken, der ganze Scheiss eben irgendwann wieder zum Vorschein treten.

„Noch einen bitte!“ Wow, höflich bin ich heute. Ich fühl mich ein bisschen wie der Säufer aus dem kleinen Prinzen:
„Warum trinkst du?“ „Ich trinke um zu vergessen.“ „Was willst du denn vergessen?“ „Ich will vergessen, dass ich mich schäme.“ „Und warum schämst du dich?“ „Ich schäme mich, weil ich saufe…“
Und ja, ich schäme mich. Nicht weil ich saufe, die Rechnung dafür bekomme ich sowieso am nächsten Morgen. Ich schäme mich dafür, dass ich immer alles vermassel, was ich in die Finger bekomme. Meinen Job, meine Beziehung, mein Leben.

„Noch einen! Achwas, lass gleich die ganze Flasche hier!“
Ich werde heute sowieso keinen Stich mehr landen, da kann ich mir auch richtig die Kante geben…

Verlorengeglaubt, doch nun ist sie da. Fast schon unerwartet, denn gerechnet hat wohl keiner mit ihr. Doch seit ein paar Tagen erwärmt Sie unsere Welt, als wäre sie nie weg gewesen. Man könnte mittlerweile fast meinen es wäre Sommer.

Schon bei der Fahrt bis zum Bahnhof kommt uns eine begeisterte Menschenmenge entgegen. Ich stelle den Wagen ab, und folge der Wegbeschreibung, die wir nur sporadisch im Internet gefunden haben. Die Masse, der wir ursprünglich folgen wollte ist schon nicht mehr zu sehen. Das ganze gleich eher einer Schnitzeljagd, als einem Weg zu einer Party. Dass die Bilder mit den Hinweisen am Tage geschossen sind, macht die Sache auch nicht leichter, da die Nacht bereits angebrochen ist, und nicht mal Sterne uns den Weg leuchten. Dennoch schaffen wir es irgendwie den richtigen Weg zu finden. Eine Brücke, ein langer Marsch durch den Wald – der durch den Regen am Tag alles andere als „angenehm“ zu beschreiben ist. Doch der Weg lohnt sich, je weiter wir gehen, umso lauter werden die Bässe, die Party ist schon in vollem Gange.

Gefühlt ne Stunde (in der Wirklichkeit waren es wohl eher wenige Minuten) erreichen wir eine offene Stelle unter eine Brücke. Auf den Pfeilern tanzen bunte Farben und Lichter umher, um den provisorisch eingerichteten DJ-Pult tanzt eine feierwütige Meute, auf und ab, passend zu den Beats, die aus den rundherum aufgestellten Lautsprechern hallt. Wir sind da, wir haben es geschafft, und jetzt wollen wir nur noch eins: FEIERN!

Meine erste Tunnelparty, und habe ich es mir zwar ähnlich vorgestellt, war es doch deutlich besser als erwartet. Es hat echt Spass gemacht, es war eine super Stimmung, und auch wenn ich danach den gleichen erschwerlichen Weg zurücklaufen musst (und das als Fahrer auch noch nüchtern), hat es sich definitv gelohnt!

Die intelligenz der Welt, wie wir sie Heute kennen
ist mit keinem Wort mehr zu benennen,
während Stein und Pflanz und Tier, an ersetzbarkeit verliern,
so ist der Mensch im Besonderen, von dieser Welt zu trennen.
je mehr er lebt, je mehr er baut, je mehr er chemikalien braut,
umso schneller geht alles ein, Der Mensch, die Welt und alles Sein.

Achja, diese technischen Spielereien immer. Kaum hat man ein neues Spielzeug, kann man nicht mehr die finger davon lassen.
Ich hab mir nun nämlich ein Tablet geleistet. Ein Samsung Galaxy Tab 10.1N. Und es macht spass.

Es ist ein schickes flaches Teil, und hat die leistung für Web, kleine arbeiten und spielereien, die meinem Handy fehlten.
Dank nVidias Tegra2 gehören auch die einfachen flachen Handyspiele der vergangenheit an.

Und nunendlich kann ich auch mobil mal einen längeren Text in meinen Blog knallen, denn das ist mit sonem kleinen Handy alles andere als komfortabel 😉

Ich mag den Morgen nicht, d.h. eigentlich ist das auch nicht wahr, aber der Morgen und ich, wir verstehen uns nicht sonderlich. Das liegt zum einen an meinem Verhalten ihm gegenüber – meist schlafe ich einfach weiter, wenn er vorbeischaut – aber auch daran, dass er immer so früh da ist. Momentan begegnen wir uns häufiger, aber so richtig miteinander können wir noch immer nicht. Das liegt vermutlich daran, dass er momentan noch nicht sonderlich warm, aber dafür extrem hell ist. Vermutlich spielt die Tatsache, dass ich kurz nach dem er da ist auch schon los muss auch eine Rolle – die arbeitende Gesellschaft liebt den Morgen ja.

Aber genug von meinen privaten Freundschaften, ich versuche den Morgen jetzt mal mit einem Kaffee etwas fröhlicher zu stimmen…

Das war doch ein Whiskey zu viel…

Der Whiskey fließt bereits durch meine Adern, der Rauch der Zigarette füllt meine Lungen. Aus der provisorisch installierten Musikanlage donnert mir Placebo’s Meds durch den Schädel. Es könnte ein guter Abend werden, wenn ich nun doch endgültig die Gedanken in meinem verfluchtem Schädel unterdrücken könnte. Diese selbstzerstörerischen Selbsteinschätzungen, die es schaffen mein eben noch halbwegs ansehnliches Ego immer wieder auf ein Minimum zu reduzieren.

Ich will diese Gedanken nicht denken, ich will mich einfach mal gut fühlen und heute Abend meinen Spaß haben, doch ich kenne mich. In dem Moment, wo es mir grade so richtig gut geht, wird mir ein Gedanke wieder alles ruinieren…

Aber egal, es gibt eine Methode das ganze zu vermeiden:
MEHR WHISKEY, und dann ab auf die Piste…