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Freier Fall

November 18th, 2009

Und wieder stehe ich auf dem Vorsprung, auf der Klippe, umgeben vom Nichts. Vor mir klafft der Abgrund, beängstigend, fast bösartig. In der Tiefe schlagen die hohen Wellen heftig gegen den Fels. Um mich herum herrscht Dunkelheit. Der Wind pfeift mir um die Ohren als wolle er mich hinunter werfen.

Ich möchte springen. Ich möchte un die Tiefe stürzen und die Freiheit des Falls genießen. Ich möchte meine Gefühle, meine Gedanken,  mein ganzes Leben einfach auf der Klippe zurück lassen und fallen.

Ich trete einen Schritt vor. Das Getöse des Meeres wird wilder, lauter, als freue es sich darauf mich zu verschlingen. Noch ein Schritt und ich stehe am Abgrund, nicht mehr viel und ich falle. Ich breite meine Arme  aus und lehne mich vor. Ich schließe die Augen und lasse mich fallen, doch statt des Windes, statt des Fallens spüre ich nur Wärme.

Ich öffne die Augen und du lächelst mich an. Ohne es auch nur zu ahnen hast du mich gerettet. Gerettet vor dem freien Fall, gerettet vor dem Nichts, gerettet vor meinem Leben…

Ich habe Sailor-Moon gesehen…

Oktober 18th, 2009

…wirklich jetzt. Ungelogen. Die ist eben grade an mir vorbeigelaufen…
Dicht gefolgt von anderen komischen Leuten in komischen Kostümen, ich bin nämlich grade auf der Buchmesse in Frankfurt. Schon toll, so viele Bücher. Aber alles viel zu voll, viel zu viele Menschen, und bei der Masse an Büchern geht auch jeder überblick flöten…
Mehr vielleicht später, vielleicht aber auch nicht.

Herbst.

Oktober 3rd, 2009

Es ist kalt geworden. Der Sommer hat sich schon vor einer Weile zurückgezogen. Des Tages ist es noch mild bis warm, doch Nachts breitet sich bereits die Kälte aus. Einzig der Mond beobachtet mich. Ich stehe auf dem Balkon und schaue in den Himmel. Die Stille tut gut. Ich höre sogar das Knistern meiner Zigarette, wenn ich daran ziehe. Der Himmel ist klar, selbst die Wolken scheinen sich an einen wärmeren Ort zurückgezogen zu haben.

Der Herbst beginnt die Welt auf den Winter vorzubereiten. Langsam weicht das Grün des Sommers den Farben des Herbstes. Ich freue mich auf diese Zeit, denn sie steckt voller Melancholie. Ich liebe diese Melancholie…

Thinking of you…

September 27th, 2009

Es ist schon erstaunlich, wie einen ein einziger Gedanke aus der Bahn werfen kann. Grade noch warst du mit dir selbst im reinen, alles war in Ordnung, und dann kommt so ein Bruchstück einer Erinnerung, und du fängst an zu Grübeln.

Was ist damals falsch gelaufen? Was wäre, wenn alles anders gekommen wäre?

Jeder wird dir raten, solche Fragen zu verwerfen, gar nicht weiter drüber nachzudenken, doch ganz unweigerlich fällst in das Loch, dass die Vergangenheit für dich gegraben hat. Egal wie es dir grade geht, selbst wenn du die Glücklichkeit in Person warst, plötzlich verschwindet das Lächeln auf deinen Lippen. Du versinkst, du fällst, und du schreist. Doch dich kann keiner hören, denn du schreist zu dir selbst.

Zum Glück kannst du meistens die Leiter fassen, die dich wieder aus dem Loch, die dich wieder in die Gegenwart führt. Die dir sagt, das ist vorbei, das ist Vergangenheit. Die dir zeigt, dass der Weg den du Gegangen bist doch der richtige war. Und du fängst wieder an zu lächeln. Nicht mehr ganz so ehrlich, nicht mehr ganz so glücklich, aber du bist wieder im hier, im jetzt.

Manchmal habe ich Angst, dass ich irgendwann nicht mehr stark genug bin, diese Leiter zu fassen und wieder an ihr herauf zu klettern…

Gefangen

September 26th, 2009

Mein Kopf schmerzt. Der Boden ist kalt und hart. Als ich die Augen öffne sehe ich nur eine kalte Betonwand.
Wo bin ich?
Der Raum ist klein und das Fenster ist vergittert. Ich befinde mich also in einer Zelle. Mir tun alle Knochen weh.
Was ist passiert?”
Langsam kommt die Erinnerung. Der Vortrag, die Lichter, der brennende Himmel. Dann diese Schatten und das viele Blut. Mir wird schlecht. Meine ganzen Kollegen gehen mir durch den Kopf, wie sie in dem Vortragsraum lagen, die meisten regelrecht zerstückelt.Die Grausamen Bilder spielen sich erneut vor mir ab.

Von draußen dringt ein Trampeln herein. Die schwere Metalltür öffnet sich, und 3 Soldaten mit Maschinenpistolen treten ein und ergreifen mich. Ein vierter Mann betritt den Raum. Er trägt eine mit Abzeichen bestückte Ausgehuniform vom Militär.
Guten Morgen. Sie sind uns ein paar Erklärungen schuldig! Was ist während des Vortrags passiert?”
”Ich weiß es nicht, ich erinnere mich an den Vortrag, dann wird alles Schwarz. Und als ich wieder aufwache liege ich hier in der Zelle.”
”Sie wollen also behaupten, dass sie keine Erinnerungen an die Ereignisse dort haben?”
”Ich erinnere mich wirklich nicht.”
”Sie wollen es also auf die harte Tour. Die Regierung hat reges Interesse an ihrem Fall, und wüsste gerne wie sie das ganze angestellt haben. Für mich jedoch sind sie ein armer kranker Bastard, der eigentlich nur den Tod verdient hat.”

Er nickt seinen Männern zu, dreht sich um und verlässt den Raum. Der erste Schlag trifft mich direkt in die Magengrube, der stechende Schmerz lässt mich zusammenfahren. Der Raum verdunkelt sich, die Lampen scheinen zu flackern. Ich bekomme einen harten Stoß in die Seite, und stürze. Im Fall sehe ich durch das Fenster den brennenden Himmel, und eine dunkle Gestalt, die mich angrinst. Ein weiterer Stoß trifft mich direkt an der Schläfe. Wieder wird die Welt um mich herum schwarz. Wieder falle ich in einen tiefen Schlaf…

dark-designs.de

September 25th, 2009

Ich mach ja nu nich oft werbung. Weder Projekte die ich unterstütze, noch für Projekte die ich einfach gut finde, Und schon gar nicht für Projekte, die ich scheisse finde.

Nun ist da aber ein Projekt aufgetaucht, dass ich gut finde, dass ich sogar (mehr oder minder) tatkräftig unterstütze, dieses will ich euch nun mal kurz vorstellen:

Es war einmal ein düsterer Abend im kleinen Marburg. Düster war der Abend zwar eher durch die dunklen Vorhänge als durch das schlechte Wetter, aber es war halt düster. Ich habe mich mit einer Freundin getroffen, die ich durch meine Cousine kennengelernt haben – aber über die Freundschaft will ich ja eigentlich auch gar nicht schreiben. Jedenfalls habe ich dieser Dame in besagter Nacht einen, puhh, 3h Crashkurs in Photoshop gehalten. Einfache Bearbeitung, Texteffekte, Brushes. Dieser kleine Samen – aus dem unter normalen Umständen theoretisch nur ein kleiner Busch geworden wäre – ist nun zu einem Mammutbaum gewachsen. Die besagte Dame hat längst alles überflügelt, was ich mir selbst mal als Ziel gesetzt habe.

Diese Dame ist im Internet anbei als “dark_eve” bekannt und hat nun ein Forum gestartet, eine Community für Leute wie sie mal jemand war. Für Leute, die es total interessant finden, wie man aus einfachen Bildern aufwendige Werbebanner, Animationen und auch Poster und Plakate erstellt. Und da eben noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, gibt es hier für Einsteiger wie auch Fortgeschrittene die Möglichkeit zu Fragen, zu lernen, sich selbst zu verbessern und zu perfektionieren.

Ihr findet dort Ressourcen, Tutorials, Beispiele, und viele nette Leute, die euch gerne bei euren Problemen helfen. Ich selbst bin natülich auch als helfende Hand dort vertreten. Schaut einfach mal rein!

Erwachen…

September 17th, 2009

“Boah, ist das langweilig” steht in der eMail einer Kollegin. Ich nicke ihr zu, denn sie sitzt nur 2 Reihen vor mir. Das Seminar zum Arbeitsschutz im Unternehmen ist angeblich unheimlich wichtig, aber der Mensch vor der Leinwand bringt es mindestens genauso trocken rüber. Draußen scheint die Sonne, durch die schmalen Fenster sieht man das Grün des Waldrandes, in dessen Nähe sich das Gebäude befindet. “Halt durch, in 20 Minuten haben wir erstmal Mittagspause…” Antworte ich in einer kurzen eMail. Ein leichtes Kribbeln fährt durch meinen Körper, als vibriere der Boden,  doch ich bin wohl der einzige der es bemerkt.

Die anderen Teilnehmer des Seminars sitzen gelangweilt vor ihren Laptops, schreiben eMails oder spielen gar Rollenspiele über das Internet. Wieder spüre ich eine Vibration, und wieder scheint es niemand mitzubekommen. Es wird dunkel. Die hellen Deckenleuchten fangen an zu Flackern. Bei einem Blick durchs Fenster sehe ich, wie sich die Sonne tiefrot färbt, als würde der Himmel brennen. Mein Herz rast. “Was zum Teufel ist hier los” schreie ich in mich hinein, doch die Leute im Vortragsraum scheinen wieder nichts zu bemerken. Ein stechender Schmerz fährt durch meinen Kopf, mir wird schwarz vor augen…

Der Klang von Sirenen weckt mich. Sie klingen dumpf und fern. Das Aufstehen kostet mich Mühe. Ich fühle mich schlapp und ausgelaugt. Beim Blick durch den Vortragsraum trifft mich der Schlag. Überall Chaos, die Tische umgeworfen, die Computer zerstört, überall Blut. Die Seminarteilnehmer haben tiefe Schnittwunden, teilweise abgetrennte Glieder. Der Redner hängt über seinem Rednerpult, vom Microphon aufgespiesst. Was zur Hölle ist hier passiert?

mit einem Knall zersplittert die Doppeltür, durch die wir hier hereingelangt sind. Ein heller Blitz blendet mich. Eine Gruppe von Schatten umkreist mich. Das letzte was ich spüre ist der Griff einer Maschinenpistole, die in meinen Nacken geschlagen wird, dann ist wieder alles dunkel und ich falle in einen tiefen Schlaf…

Feuerschlucht…

September 1st, 2009

Der Wind streift über mein Gesicht. Ich stehe auf dem Balkon und beobachte, wie sich langsam der Himmel verdunkelt. Die Wolken scheinen die Sonne gradezu zu verschlingen. Ein tiefes Grollen dringt noch leise, aber immer lauter werdend über den Berg. Die ersten tropfen des nahenden Schauers verdunsten noch schnell auf meiner heißen Haut. Bald ist es soweit, ich fange schon an zu glühen. In der Ferne höre ich sie schon die schreie der Wächter, doch sie werden zu spät kommen. Ich steige auf die Brüstung, der Regen wird immer stärker. Die Blitze erleuchten die Tiefe schlucht, die sich vor mir auftut und meinen Namen zu rufen scheint. Ich lasse mich fallen. Am Horizont seh ich die ersten Wächter fliegen, majestätisch, stark. Doch diesmal kommen sie zu spät, diesmal werde ich sie vernichten…

Der Seelenteufel

August 22nd, 2009

Rechts und links fliegt sie vorbei, die Landschaft. Bäume, Wälder, Wiesen, Täler, kleine Dörfer, große Brücken.
Die Reise hat begonnen. Eine Reise ins Unbekannte, eine Reise in ein neues Leben.
Ich sehe Menschen, Gesichter. Augen die mich beobachten, mich ausfragen, mich ausquetschen. Doch ich schweige, bleibe stumm. Ich warte noch auf etwas.
Ich halte verborgen, was in meinem Innersten ruht. Ich halte es dort, um sie zu schützen, um mich zu schützen, um die Welt zu schützen. Doch es wächst, es nährt sich von den Ängsten, vom Hass, vom Mistrauen. Und irgendwann wird es Ausbrechen und alles verschlingen. Ich hoffe dann geht es schnell…

Der Himmel ist Blau!

August 6th, 2009

Sonne! Ja wirklich Sonne!
So viel Sonne habe ich glaube schon lange nicht abbekommen. Okay, das spricht jetzt vielleicht nicht unbedingt für mich, aber draußen bin ich normalerweise nur, wenn die Sonne sich schon hinterm Horizont verzogen hat.

Aber nun bin ich Umgezogen. Ich wohne nichtmehr in dem kleinen alten Haus, in dem kleinem Zimmer, mit den kleinen Fenstern – die sowieso nur selten aus dem Schutz der Vorhänge traten…

Nun wohne ich in einer Wohnung mit Balkon, und großen Fenstern, und eben viel Sonne, insofern sie sich denn nicht hinter irgendwelche Wolken versteckt – was sie in den letzten Tagen aber erfreulich selten tut.

Und nun sitze ich hier, in meinem neuen Zimmer, in einem neuen Ort, in einem neuen Abschnitt meines Lebens, und hoffe dass es so weitergeht, wie es angefangen hat…

„Der Himmel ist so Blau!“
„Du bist ja nur neidisch…“